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Feuerwehr Landsberg

300 000 € zahlen – oder Neufahrzeug anschaffen ?

Sollen aus dem Haushalt 300.000 Euro zum Kauf einer mehr als 20 Jahre alten und generalüberholten Drehleiter (Erstbaujahr 1995) DLK-23-12 bereitgestellt werden? Oder wäre es klüger, ein neues Fahrzeug mit mehrjähriger Garantie und der Aussicht auf Fördermittel des Landes zu erwerben?

Diese Frage ist bisher noch nicht geklärt. Einigkeit besteht im Stadtrat darüber, dass der überalterte und dringend modernisierungsbedürftige Fahrzeugbestand der Ortsfeuerwehren umfassend erneuert werden muss. Die Stadtverwaltung schiebt aufgrund der angespannten Haushaltssituation und der fragwürdigen Investitionspolitik der letzten Jahre  (Solarparks, geplante Badüberdachung Felsenbad usw.) dringend notwendige Pflichtaufgaben der Daseinsvorsorge von Jahr zu Jahr hinaus. Die der Stadt vorliegende Brandschutzanalyse hat neben gravierenden Mängeln bei der Löschwasserversorgung die Überalterung des Fahrzeugbestands attestiert.

In der öffentlichen Stadtratssitzung hat der Stadtrat am 25.06.2015  nun über den Kauf einer Drehleiter zu entscheiden.

Am Abend des 16.06.2015 erfolgte eine Vorstellung der generalüberholten Drehleiter vom Fabrikat Metz DLK23-12 auf dem Parkplatz des ehem. Penny-Marktes in Landsberg.

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Bei dem vorgeführten Gerät handelt es sich um ein sog. Hubrettungsfahrzeug zur Rettung von Personen, Tieren und Sachwerten aus großen Höhen. Zudem können damit aus großer Höhe Löschvorgänge vorgenommen werden.

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Das Fahrzeug verfügt über einen beweglichen Hubrettungsausleger mit einem Korb für 3 Personen. Die Nennrettungshöhe beträgt mit Korb 23 Meter bei einer Nennauslegung von 12 m Abstand. Die Drehleiter hat eine Maximalhöhe von 32 Metern. Bei der Vorführung der Drehleiter sprach sich der Stadtwehrleiter der Feuerwehr Landsberg Uwe Sperling für die Anschaffung des „gebrauchten Gerätes“ trotz des Baualters aus. Danach sei der komplette Aufbau vom Hersteller generalüberholt wurden. image2

Hinzuweisen ist, dass für die Anschaffung einer gebrauchten Drehleiter keinerlei Fördermittel beim Land beantragt werden können. Die Zuwendungsrichtlinien des Landes sehen lediglich die Förderung von Neu- oder Vorführfahrzeugen vor.  Neu- und Vorführfahrzeuge werden dabei mit einem Betrag in Höhe von 175.000 € vom Land gefördert, wenn sie neuwertig sind und wenn die Herstellerfirma Garantie wie für ein neues Fahrzeug leistet. Es darf nicht älter als 24 Monate sein. Die Kilometerleistung darf zudem, einschließlich der Betriebsstunden (eine Betriebsstunde entsprechen 60 Kilometer), maximal 20.000 Kilometer betragen. Das der Stadt Landsberg angebotene Gebrauchtfahrzeug aus dem Jahr 1995 hat bereits 120.000 km auf dem „Tacho“ und ist somit nicht förderfähig. Vergleichbare Neufahrzeuge der Hersteller Magirus oder Metz kosten c.a. 600.000 €, sodass nach Abzug der Förderung durch das Land Kosten für ein Neufahrzeug in Höhe 425.000 € auf den Stadthaushalt zukämen. Die Differenz zwischen einem Gebraucht- und einem förderfähigen Neugerät liegenbei ca. 125.000  €.

 

mitgeteilt von

Christian Gobst (Stadtrat)

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

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