034602 - 51 21 0 info@cdu-landsberg.de
Alte Kläranlage

Abwassergebühren sinken – warum nicht in Landsberg?

In der an Landsberg unmittelbar angrenzenden Gemeinde Kabelsketal und der Gemeinde Schkopau wird die Abwasserentsorgung bald deutlich preisgünstiger.

Die Gemeinden hatten sich bereits in der Vergangenheit gegen eine Übertragung der Abwasserentsorgung an den teureren WAZV Saalekreis ausgesprochen und planen nunmehr die Gesamtübertragung des Anlagevermögens von Leitungen, Schächten, Kanälen und der beiden Kläranlagen bei Raßnitz und Benndorf für 20 Jahre an die Stadt Halle. Die Zusammenarbeit mit einer großen Stadt mit leistungsfähigen Stadtwerken ist ein Vorteil für die Bürger und Wirtschaft gleichermaßen. Die Schmutzwassergebühren in Kabelsketal und Schkopau werden  dadurch leicht vergünstigt und die jährliche Grundgebühr von 96 Euro fällt sogar vollständig weg.

Im Vergleich dazu beträgt die Grundgebühr des WAZV für nahezu alle Ortsteile Landsbergs für einen Privathaushalt bereits 120,00 €. Durch die Übertragung der Abwasserentsorgung an die halleschen Stadtwerke werden auch die Unternehmer entlastet. Diese können in Kabelsketal und Schkopau zukünftig die im Abwasserentgelt enthaltenen Mehrwertsteuern absetzen. Ein klarer Standortvorteil, denn bei Gebühren des WAZV in Landsberg geht dies nicht.

Umso unverständlicher ist es, dass der Bürgermeister der Stadt Landsberg Olaf Heinrich ohne Votum des Stadtrates im letzten Jahr genau gegen eine weitere Zusammenarbeit mit den halleschen Stadtwerken in der Verbandsversammlung des WAZV gestimmt hat und sodann der bestehende Wasserversorgungsvertrag mit den Stadwerken Halle (HWS) gekündigt wurde. Die unmittelbare Folge war eine exorbitante Gebührenerhöhung der Grundgebühren für Trinkwasser in Landsberg. Gleiches droht bei den Abwassergebühren in den nächsten Jahren.

Die CDU-Fraktion stellte bereits in einer der letzten Sitzungen im Stadtrat den Antrag die bisherigen Vertreter der Stadt Landsberg Heinrich und Hoppe in der Verbandsversammlung  abzuberufen und durch neu  gewählte Personen  bzw. zumindest ein Stadtratsmitglied neu zu besetzen. Dadurch sollte sichergestellt werden, dass zukünftig Gebührenerhöhungen beim WAZV nicht ohne Einbeziehung und ohne Information des Stadtrates ermöglicht werden.

Die Bürgermeistermehrheit aus Bürgerliste und Linken lehnten diesen CDU-Fraktionsantrag jedoch mehrheitlich ab und sprachen damit indirekt ihr Vertrauen für die derzeitigen Vertreter im WAZV und deren fragwürdiges bisheriges Entscheidungsverhalten aus.  Dass in der Verbandsversammlung des WAZV offensichtlich nicht mehr die Interessen der Bürger Landsbergs vertreten werden, interessierte Bürgerliste und Linke dabei offensichtlich nicht.

mitgeteilt von

RA Christian Gobst, Stadtrat

Foto: (C) Dieter Schütz  / pixelio.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.